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Montag, 4. Februar 2013

Berlinale 2013: Die ersten Tickets sind da!

Heute ging es nun endlich los und die ersten Tickets gingen in den Verkauf.

Ab heute gibt es die Karten für öffentliche Vorstellungen am Donnerstag, den 7. Februar, für alle Filme am Berlinale-Tag, Sonntag, den 17. Februar, für alle Vorstellungen des Kulinarischen Kinos und alle Veranstaltungen im HAU.

Los geht es am Donnerstag mit dem Eröffnungsfilm The Grandmaster, Friedrichstadt-Palast, 20.30 Uhr. Hier habe ich eine Karte übrig. Wer will mit?

Am Freitag wird The Grandmaster um 15 Uhr im Friedrichstadt-Palast wiederholt. Hier habe ich zwei Karten zu vergeben. Wer möchte die Karten?

Für Les Misérables am 9. Februar im Friedrichstadt-Palast war ich ebenfalls erfolgreich, habe aber leider keine Karten dafür zu vergeben.

Dafür kann ich eine Karte für die Premiere von Maladies am 10. Februar um 18 Uhr im Friedrichstadt-Palast abgeben.

Für den Berlinale-Sonntag, 17. Februar, gibt es noch einen freien Platz an meiner Seite in Satellite Boy um 14 Uhr im Cinemaxx und für Der Glanz des Tages, den Gewinner des Max Ophüls Preises um 19.30 Uhr ebenfalls im Cinemaxx.

Interessenten mögen am besten gleich hier posten oder sich per Mail bei mir melden.

Montag, 20. Februar 2012

Berlinale 2012 - Tag 11

Hallo zusammen,

der Tag nach der Preisverleihung ist traditionell Publikumstag, d. h. Zugang zu den Filmen gibt es nur noch für Publikum mit gekauften Tickets. Akkreditierungen gelten nicht mehr. So gibt es noch einmal die Chance zahlreiche Filme der Berlinale in der Wiederholung zu sehen. Darüber hinaus finden von unabhängigen Jurys noch Preisverleihungen und Sondervorführungen statt.

Zum Abschluss standen bei mir drei Filme auf dem Programm. Zunächst der Film Electrick Chrildren in der Sektion Generation 14plus. Die 15-jährige Rachel lebt in einer strengen Mormonengemeinde in der Nähe von Las Vegas. Vieles ist ihr verboten, daher hört sie heimlich im Keller über einen Kassettenspieler ein altes Tape ihrer Mutter auf dem ein Rocksong zu hören ist. Anschließend ist Rachel schwanger und überzeugt davon, durch göttliche Fügung durch die Musik schwanger geworden zu sein. Das Oberhaupt der Gemeinde verdächtigt jedoch ihren Bruder, schließt ihn aus und arrangiert eine Hochzeit für Rachel. Diese flieht jedoch aus der Gemeinde und ladet mit ihrem Bruder in Las Vegas, wo sie auf eine fremde Welt stoßen und in Kontakt mit einer Gruppe Rockmusikern geraten. Dabei lernen sie viel über sich selbst. Eine schöne, faszinierende Geschichte. Toller Film!

Der zweite Film des Tages war die Präsentation des Gewinners des Max-Ophüls-Festivals, eines Wettbewerbs deutschsprachiger Filme in Saarbrücken. Michael heißt der Film, benannt nach der 35-jährigen Hauptfigur. Michael ist pädosexuell und hält den 10-jährigen Wolfgang in seinem Keller gefangen. Ein gut gemachter Film, der den Alltag der beiden Personen beschreibt. Michael ist ein unauffälliger Mitarbeiter einer Versicherung und Alleingänger. Wolfgang lebt im Keller, beschäftigt sich mit sich selbst, wünscht sich einen Spielkameraden und darf nur zum Abendessen und gelegentlich zum Fernsehen den Keller verlassen. Der Film bedrückt schwer und löste bei mir Gefühle zwischen Abscheu und Mitleid aus. Möchte man sich kein zweites Mal ansehen.

Mein Berlinale-Abschluss bildete dann der Film Iron Sky, eine finnisch-australisch-deutsche Koproduktion mit Götz Otto und Udo Kier, die Nazi auf der Rückseite des Mondes spielen, die eine Invasion der Erde planen. Viel mehr ist zum hanebüchenen Inhalt gar nicht zu sagen. Vor Beginn des Film wurden wir gewarnt: "Erwarten Sie einen politischen, gesellschaftskritischen, satirischen, intelligenten, anspruchsvollen Film? - Vergessen Sie es, Sie werden enttäuscht! Es erwartet sie 1-1/2-Stunden Popcornkino!". Was wir bekamen, war Trash. Leider sind die Witze im Film häufig nur platt, nur wenige zünden richtig. Ein wenige politisch ist der Film aber dann doch, z. B. sieht die amerikanische Präsidentin sehr nach Sarah Palin aus, die für ihre Wiederwahl kämpft und dabei kurzerhand die Wertevorstellungen der Mond-Nazi auf das amerikanische Volk ummünzt und damit Wahlkampf betreibt. Ich bin mir sicher, der Film wird Kult. Hat er doch bereits vor seiner Premiere auf der Berlinale schon eine große Fangemeinde, da man über das Internet Ideen zum Film beisteuern konnte und der Großteil des Budgets über Crowdfunding im Internet aufgebracht wurde. Für richtig gute Spezialeffekte hat es dann aber nicht gereicht. Die Weltraumszenen sind unspektakulär gehen nicht über bisher Gesehenes hinaus. Für mich eine Enttäuschung.

Nun ist die Berlinale vorbei. Schön war's. Meine persönliche Bilanz für dieses Jahr: 32 Filme, 12 verschiedene Kinos, 15-mal Berlinale-Palast, 57,3 Stunden Film und 367,50 Euro für Karten. Highlight: Verleihung des Ehrenbären an Meryl Streep.

Das nächste Ereignis wirft seinen Schatten voraus: Am kommenden Sonntag ist die Oscar-Verleihung. Als bester Film ist u. a. Extremely Loud and Incredibly Close nominiert, der im diesjährigen Berlinale-Wettbewerb außer Konkurrenz gezeigt wurde. Außerdem ist Meryl Streep als beste Haupdarstellerin für ihre Rolle in The Iron Lady nominiert. Nominierungen für den Oscar für das beste Originaldrehbuch haben Margin Call und Nader und Simin (A Seperation) bekommen. Beide liefen im letzten Jahr im Wettbewerb der Berlinale. Margin Call hatte ich auf der Berlinale gesehen, Nader und Simin erst später, der Film war der Gewinner des Goldenen Bären. Als bester fremdsprachiger Film wurde Nader und Simin ebenfalls nominiert, sowie der belgische Film Bullhead, den ich im letzten Jahr im Panorama der Berlinale gesehen hatte. Pina von Wim Wenders hatte mich im letzten Jahr im Wettbewerb sehr positiv überrascht und hat eine Nominierung für den besten Dokumentarfilm bekommen. Ich drücke allen Berlinale-Filmen die Daumen!

Montag, 21. Februar 2011

Berlinale 2011 - Tag 11

Hallo zusammen,

Sonntag war der letzte Tag der Berlinale. Schade, dass es vorbei ist, schön war's. Aber auch gut, denn geschlafen habe ich nicht viel. Jetzt muss ich mich erstmal wieder erholen und werde wahrscheinlich den ganzen Montag durchschlafen.

Der 36. und gleichzeitig letzter meiner diesjährigen Berlinale-Filme war der Gewinner des Max-Ophüls-Preises, ein Filmfestival deutscher Filme in Saarbrücken. Traditionell wird der Gewinnerfilm am Besucher-Tag der Berlinale aufgeführt. Ungewöhnlich für einen deutschen Film ist Der Albaner überwiegend in albanischer Sprache gehalten und spielt großteils in Albanien. Er erzählt die Geschichte des Albaners Arben, der als Gastarbeiter oft nach Griechenland fährt. Doch als seine heimliche Liebe von ihm schwanger wird, verlangt der Vater 10.000 Euro für die Hochzeit. Da das in Griechenland verdiente Geld kaum zum Überleben reicht, geht er ohne Visum nach Deutschland, da er sich hier mehr Geld erhofft. Als Illegaler schläft er im Freien und hangelt sich durch kleine Jobs, die kaum Geld einbringen. Als er Slatko kennenlernt wird er in eine Schlepperbande eingeführt, wo er schnell mehr Geld verdient, aber auch in die Kriminalität abrutscht. Der Film zeigt die Klischees krimineller Ausländer, die sich illegal in Deutschland aufhalten. Er zeigt aber auch, dass sich Illegale in einer Parallelwelt bewegen, in der sie versuchen nicht aufzufallen. Sie müssen sich vor Behörden verstecken, können nicht zum Arzt gehen, nicht ins Krankenhaus, bekommen keine verschreibungspflichtigen Medikamente. Trotz der Klischee-Bedienung ein guter Film, vor allem dank der herausragenden Leistung des Albaners, gespielt von Nik Xhelilaj, der im Rahmen der Berlinale bereits als einer der European Shooting Stars geehrt wurde.